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                            Spielkarten

Schon zu Zeiten der alten Ägypter stellten die Priester aus Papyrus Kalender her, die Symbole
zeigten. Diese Kalender wurden für Weissagungen genutzt. Mit den Jahren entwickelten sich
daraus unterschiedliche Weissagungsspiele. Die Weiterentwicklung waren Kartenspiele aus
anderen Materialien, z.B. Elfenbein oder Leder.
Der eigentliche Ursprung des Kartenspiels, was bekanntlich aus dem Material Papier besteht,
kam aus Asien. Hier wurden die Kenntnisse über die Papiergewinnung bereits umgesetzt.
Es wird vermutet, dass die Kreuzritter die Spielkarten mit nach Europa brachten. Erwähnt wurde
die Existenz der Karten zum ersten Mal um 1300 n.Chr. Ebenso ist das erste Verbot von
Spielkarten, erlassen in Straßburg, aus dieser Zeit bekannt. In Deutschland wurde ein derartiges
Verbot kurze Zeit später in Regensburg verfügt. Aber alle Verbote – es folgten noch weitere -
nutzten nichts. Das Kartenspiel setzte sich durch.

Sowohl vom Zeitaufwand als auch von der finanziellen Seite her war das Kartenspiel dem Adel vorbehalten.
Spielkarten waren teuer, vor allem in der Herstellung. Als Verfahren entwickelt wurden,
die eine günstigere Produktion in größerer Anzahl ermöglichten, nahm die Verbreitung
und Freude am Kartenspiel zu. Dennoch wurden manche Kartenspiele eher von den oberen
Gesellschaftsschichten gepflegt.
So spielten im 18./19. Jahrhundert die Damen in ihren Salons meistens Bridge.
Die Herren dagegen bevorzugten das Poker-Spiel um Geld, wobei sie gewannen oder verloren.
Schon in damaliger Zeit führte das bei manchem Spieler zur Spielsucht. Die Folge war,
dass es Herren gab, nicht heiraten konnten , weil das Geld für den entsprechenden
Lebensstandard fehlte. Auch wenn so etwas in der Gesellschaft möglichst geheim gehalten
wurde, so verlor doch mancher Mitspieler durch diese Sucht sein Vermögen.

Bei den gezeigten Karten handelt es sich um ein Spiel , dessen Abbildungen Bezug
zur Freimaurerei haben.

3 Assea

Kartenspiel

Fliegendes Blatt

O verfluchte Unglücks-Karten,
Aendert sich das Spiel noch nicht,
Soll ich denn schon wieder passen,
Nie bekommen einen Stich ?
Noch ein Trumpf ich thät erheben,
Wie ich lustig kam zum Spiel,
War die Karte ach vergeben,
Und ich hatt´die Kart zu viel.


Diese Dam wär mein gewesen,
Aber ich kam viel zu spät,
Vor mir einer hat gesessen,
Der die Dam gewonnen hat.
Ey so will ich gleich aufhören,
Nehm die Dam ein jeder hin,
Ich aus ihrem Mund muß hören,
Daß der rechte Bub nicht bin.


O ihr Schippen thut euch schärfen,
Macht im Geldsack mir ein Grab,
Herzen will ich ferne werfen,
Hebe nimmer wieder ab,
Auf das Grab viel Kreuz will stellen,
Fall ich armer Bub ins Grab,
Auf den Eckstein schreibt Gesellen:
> Herzens-Dame stach ihn ab.<


Achim von Arnim
geb.1781 gest.1831

Quellen: Deutsche Gedichtebibliothek
Freymaurer Analecten Heft 4
Kartenspiele, Regeln,Tips
Die Evolution des Kartenspiels
Die Abbildung der Karten erfolgt mit
freundlicher Genehmigung von masonic-art.de
 

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                 Exlibris   -  aus Büchern

Im Mittelalter waren Bücher kostbar und ihr Besitz blieb dem Adel, der Geistlichkeit und den
Patriziern vorbehalten.- Das lag nicht nur am Geld, sondern auch an der Tatsache, dass im Volk
die Kenntnisse im Lesen und Schreiben nicht sonderlich verbreitet waren.- Die Eigentumsvermerke
in den Büchern erfolgten handschriftlich oder durch Einprägen des Eigner-Wappens.
Das änderte sich durch die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern durch
Johannes Gutenberg im 15.Jahrhundert. Es folgte die Gründung einer Druckerei zusammen mit
Johann Fust.
Da nun der Aufwand, jedes Buch handschriftlich zu kennzeichnen, zu groß wurde, musste eine
andere Lösung gefunden werden. So entstand Ende des 15.Jahrhunderts das Exlibris.
Dieses war ein kleines Kunstwerk auf Papier, erst im Holzschnitt und später im Kupferstich
hergestellt.Es zierte die Innenseite des Buchdeckels.
Auch heute sind noch Exlibris im Gebrauch als Buchbesitz- und Bibliothekszeichen.
Neben seiner eigentlichen Verwendung ist das Exlibris auch Sammel- und Tauschobjekt.
Dabei muss unterschieden werden zwischen Exlibris und Buchhändlermarke. Die Buchhändler-
marke ist kein Exlibris. Auf einem Exlibris findet sich – fast immer – außer einer bildlichen
Darstellung auch die Bezeichnung „Exlibris“.
Nachfolgend werden freimaurerische Exlibris gezeigt, sowohl von Personen ,als auch
von Logen-Bibliotheken.


 

Kette Niederrhein

          Exlibris von James Murray

James Murray aus Glasgow, Eingeweihter im schottischen Ritus, ließ dieses
Exlibris erstellen.Es wurde 1906 von A.Quenaidit in „Exlibris Maconniques
et Cabalistiques“ beschrieben. Dieses Exemplar enthält zahlreiche freimaurerische
Elemente. Das Bild wird durch den, im Gesellengrad angeordneten, Winkel
und Zirkel dominiert.Die Akazie steht damit in Widerspruch.
Auf den drei Stufen, die den Weg zum Licht symbolisieren,sind die, von fünfzackigen
Sternen gekrönten Säulen, etwas seltsam platziert.
Links R/St (Rauer Stein) und Kelle; rechts der Bienenkorb als ein ,eigentlich etwas
außerhalb der Bau-und Licht-Symbolik stehendes , Sinnbild der Arbeit.
(Auszug aus der Exlibris-Beschreibung)

Murray

Jahresgabe 2014
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